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Dutch Farm Girl Skulptur von Judith van den Boom


Posted on März 5th, by Bea in Lifestyle, Products I like. Kommentare deaktiviert

Dutch Farm Girl, Skulptur

Shootingstar aus der Delft-Porzellanmanufaktur

Judith van den Boom, Künstlerin aus den Niederlanden, liegt viel daran, mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen. So legt sie Wert auf die Feststellung, dass sie trotz ihrer Herkunft weder Holzklocks trägt, noch in einer Windmühle wohnt. Entsprechend rebellisch kommt ihr Dutch Farm Girl daher, das sie in der traditionellen Delft Porzellanmanufaktur gestaltete.

Limitierte Auflage
Material: Porzellan
Höhe: 28 cm, Breite: 11 cm, Tiefe: 9,5 cm
Herkunft: Holland, handgemacht

ca. 489,00 EUR
(ich verkaufe 10 EUR günstiger als das aktuell günstigste Angebot im Netz)
inkl. 19% MwSt, zzgl. 3,90 EUR DHL versicherter Versand
(Versand nur innerhalb Deutschlands möglich)

Bei Interesse bitte bei mir per Email bestellen.
Weitere Informationen zum Bestellvorgang sende ich dir gerne zu.

 

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Die Designerin Judith van den Boom pendelt zwischen Shanghai, Arnheim und London – sie unterrichtet an Kunsthochschulen, gibt Workshops und gründet Kollektive mit internationalen Designern. Außerdem erschafft sie selber neue Produkte, die in den verschiedensten Galerien und Shops gezeigt und verkauft werden.

 

Interview mit Judith van den Boom:

Das „Dutch Farm Girl“ ist Teil einer Kollektion, die Du Dutch Disturbance genannt hast. Was ist denn das verstörende an dieser Kollektion?

Die Arbeiten, die ich unter diesem Titel zusammengefasst habe, beschäftigen sich damit, Dinge wie Identität und Herkunft und die damit verbundenen Clichés von neuem zu betrachten und auch ein wenig zu provozieren – so trägt die Porzellanfigur der Bäuerin anstatt ihre üblichen Tracht eben Messer und Waffen um die Taille. Mein Motto war „I don’t wear wooden shoes, I don’t eat herring, I don’t live in a windmill“. Das stand während den verschiedenen Ausstellungen auf der Wand und verhalf den Besuchern direkt zu dem richtigen Eindruck.

Die Skulpturen sind in der traditionellen Fabrik De Porceleyne Fles in Delft produziert worden, die als eine der wenigen noch das originale Delfts Blauwe Porzellan produziert. Was ist das besondere an diesem Porzellan?

Der Name „Delfts Blauw“ bezieht sich auf die typischen blauen Verzierungen und Muster und steht auch für eine gewisse Handwerkskunst. In der Fabrik in Delft wird fast alles noch immer mit der Hand hergestellt und bemalt und es wird Wert auf höchste Perfektion gelegt.

Wie hat man denn in der Fabrik auf  Deine Herangehensweise reagiert? Ich stelle mir vor, dass in so einer traditionellen Fabrik doch eher skeptisch reagiert wird, wenn jemand das Porzellan aus dem ürsprünglichen Kontext reißt?

Die Menschen bei De Porceleyne Fles sind mir total offen begegnet, sie fanden es sogar sehr gut, das sich auch noch die jüngeren Generationen für ihre Arbeitsweise und Geschichte interessiert. Außerdem wurde ich sehr unterstützt und meine Arbeiten wurden in ihrem eigenen Museum ausgestellt. Die Kollektion ist mittlerweile schon auf der ganzen Welt gezeigt worden und es hat noch niemand geschockt reagiert.

Traditionen und Rituale spielen in Deiner Arbeit generell eine große Rolle, was fasziniert Dich daran?

Diese Dinge waren in der Tat deutlich sichtbar in meiner Arbeit vor einigen Jahren, mittlerweile arbeite ich etwas anders und gehe anders an neue Aufträge heran. Trotzdem finde ich es immer noch wichtig, was sich an Geschichte oder Traditionen hinter einem neuen Thema verbirgt, aber es ist jetzt weniger Inspiration als einfach Teil der Recherche geworden.

Du hast einige Zeit in China mit einer Porzellanfabrik zusammen gearbeitet – was ist der Unterschied zu der Fabrik in Delft?

Es ist eigentlich gar nicht zu vergleichen. Die Herangehensweise der Chinesen ist natürlich durch den Kommunismus geschädigt – eine eigene Handschrift findet man selten und die Menschen arbeiten wie Roboter. Deshalb gebe ich dort mittlerweile auch Workshops in Firmen, damit die Angestellten lernen, eine eigene Sicht der Dinge zu entwickeln und nachhaltiger zu produzieren. Es ist schön zu sehen, wie manche Menschen richtig aufblühen, wenn sie lernen, ihre Kreativität einzusetzen.

Was sind Deine Zukunftspläne?

Lass es mich so formulieren: ich bin eine pragmatische Idealistin. Ich habe viele Träume, scheue mich nicht davor, Risiken einzugehen und versuche ständig, meine Ideale zu verwirklichen. Zusammen mit Gunter Wehmeyer, meinem Partner, habe ich mittlerweile ein Studio in Shanghai, in dem wir die Spannungen zwischen dem urbanen Design und Produktdesign aufsuchen. Dies geschieht nicht nur in dreidimensionaler Form, sondern auch in der Form von Diskussionen und Initiativen. Dieses Jahr arbeiten wir unter dem Titel SlowChina an einem Projekt über den Umgang mit Design im alltäglichen Leben.

Vielen Dank für das Interview!

 

www.boomwehmeyer.com
www.royaldelft.com

 

 

 

Judith van den Boom – Skulptur aus der Porzellanmanufaktur Delft

Künstlerin Judith van den Boom gestaltete ihre Kunst Skulptur Dutch Farm Girl in der traditionellen Delft Porzellanmanufaktur. Niederlande Design hier erhältlich.





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