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So sorgt man für ein gesundes Raumklima im Kinderzimmer


Posted on August 10th, by Bea in Wohnideen. Kommentare deaktiviert

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Wohnideen Blog: Bild  pixabay.com

Für die Entwicklung der Kinder ist ein gutes Raumklima unabdinglich. Schließlich lernt und spielt es sich in einem stickigen, ungemütlichen Zimmer nicht einmal halb so schön. Ziel ist es, einen Rückzugsort für die Kleinen zu schaffen, an dem sie sich wohlfühlen und am Ende des Tages zur Ruhe kommen können. Wie man diese Bedingungen durch ein gesundes Raumklima schafft, wo Schadstoffgefahren lauern und wie man das Kinderzimmer chemiefrei reinigt, gibt es hier nachzulesen!

Warum ein gesundes Raumklima gerade für Kinder so wichtig ist

Ob tagsüber oder nachts: ein schlechtes Raumklima kann Kindern schaden. Vor allem bei sehr kleinen Kindern ist der erste Impuls der Eltern meist, für ein kuschelig-warmes Kinderzimmer zu sorgen. Dass allerdings der Schlaf der Kinder durch zu viel Hitze leiden könnte, geht oft in dem umfangreichen Sorgen-Karussell unter.

Eine zu hohe Zimmertemperatur ist aufgrund der trockenen Luft im Zimmer zudem schlecht für die Atemwege von Kindern. Verstopfte Nasen sind dabei noch das geringste Übel, die erhöhte Infektionsanfälligkeit der Atemwege ist schon problematischer. Wird nicht regelmäßig gelüftet, kann sich außerdem gefährlicher Schimmel bilden.

Auch praktisch gesehen, ist ein stickiges Zimmer hinderlich für Entspannung und Lernerfolg. Kinder reagieren daher eventuell mit Stress, der zu Angstzuständen, Konzentrationsstörungen oder Erschöpfung am nächsten Tag führen kann. Genug Gründe also um wortwörtlich für frischen Wind im Kinderzimmer zu sorgen.

Gefährliche Schadstoffe im Kinderzimmer

Schadstoffe sind gerade deshalb so heimtückisch, weil sie nicht sichtbar sind. Dabei können sie dem Wohlbefinden und der Gesundheit der Kinder nachhaltig schaden! Auf diese drei potenziellen Schadstoff-Quellen sollte man besonders achten:

Kinderbett: Das ist in diesem Zusammenhang besonders kritisch – denn gerade hier können gewisse Materialien, Lacke und Stoffbezüge Schadstoffe abgeben. Nicht außer Acht zu lassen, sind zum Beispiel auch Metallteile im Bett. Denn diese verstärken elektromagnetische Strahlung, welche wiederum den Schlaf stört. Elterntipp: Naturmaterialien und Vollholz ohne verarbeitetes Metall den Vorzug geben.

Spielzeug: Auch hier besteht eine Risikoquelle. Plastik und Kunststoff in Spielwaren können durch Weichmacher gefährlich werden. Über die Haut und Schleimhäute kommen diese in den Organismus der Kinder und richten dort unter Umständen Schaden an. Elterntipp: nur schadstofffreies Spielzeug mit entsprechenden Gütesiegeln besorgen – und dieses auch richtig reinigen.

Reinigungsmittel: Natürlich ist die regelmäßige Reinigung des Kinderzimmers wichtig. Doch leider denken Eltern viel zu selten an die Giftstoffe, die in Putzmitteln lauern. Diese reizen die Schleimhäute und können Husten oder sogar allergische Reaktionen auslösen. Elterntipp: gänzlich auf chemische Reinigungsmittel verzichten! Biologische Reiniger erfüllen ebenfalls ihren Zweck.
Tipps für die Kinderzimmerreinigung

Das Kinderzimmer zu reinigen, sollte unbedingt regelmäßig auf der Aufgabenliste stehen. Auch hier können ein paar Tipps hilfreich sein:

Putz-Tipp 1: gemeinsames Putzen
Das kann sogar Spaß machen, wenn man spielerisch an die Sache herangeht. Kinder helfen gerne mit, wenn man ihnen verständlich erklärt, warum was und wie getan werden muss. Sinnvoll eingesetzte Themenboxen und viel Lob schaffen ein ordentliches Kinderzimmer.

Putz-Tipp 2 Auch hier gilt die No-Go-Regel für chemische Mittel. In der Spül- oder Waschmaschine kann man etwa Plastik-Spielwaren in einem Kissenbezug waschen. Achtung: An Holzspielsachen sollte man nur feucht mit Spülmittel ran, sonst können sie aufquellen oder der Lack geht ab!

Putz-Tipp 3 Das heißt, auch Lampen, Fenster und Böden mit all ihren Ritzen nicht vergessen. Am besten alles abstauben und feucht nachwischen.

Putz-Tipp 4 Auch die Teppiche sollten mindestens ein Mal die Woche abgesaugt werden. Natürlich sollten auch bei der Teppichreinigung nur umweltfreundliche und milde Reiniger benutzt werden.

Für genauere Infos hilft diese super Infografik weiter – die kann man auch prima als Checkliste verwenden!

Tipps, wie man das Raumklima positiv beeinflussen kann

Mit den richtigen Möbeln, schadstofffreiem Spielzeug und ausreichend Hygiene ist man bereits auf einem guten Weg. Doch auch die Qualität des Raumklimas kann man mit einfachen Mitteln verbessern:

Raumtemperatur: Tagsüber sind ca. 20 Grad angemessen, nachts sind 16-18 Grad ideal. Die Kinder sollten weder frieren noch schwitzen.

Luftfeuchtigkeit: Für gesunde Atemwege sind 40-60 % Luftfeuchtigkeit optimal. Mithilfe eines sogenannten Hygrometers kann diese gemessen werden.

Luftreinigung: Häufiges Stoßlüften ist besonders wichtig. Man kann auch Luftbefeuchter verwenden. Dabei muss man auch auf einen regelmäßigen Filterwechsel achten, da sich sonst Keime bilden. Feuchte Handtücher vor das offene Fenster zu hängen, bringt ebenfalls eine Abkühlung um 2-3 Grad. Ideal für heiße Nächte im Sommer!

Temperaturregulierung: Via Thermorollos bzw. Vorhänge wird dieser Prozess erleichtert. Am besten schützen Außenrollos vor Hitze im Sommer.

Feng-Shui-Tipps: Auch wenn man sich nicht für die chinesische Lehre interessiert – Fakt ist, ihre Regeln verbessern die Schlafqualität von Kindern.

Das ist in vielfacher Weise bestätigt. Am besten sorgt man wie folgt für eine angenehme Schlafumgebung:
• Das Bett immer mit dem Kopfende zur Wand platzieren – das schafft ein Gefühl von Sicherheit.
• Bilder oder Regale nicht über den Kopf hängen: das wirkt unterbewusst als Last.
• Keine knalligen Farben: Zartere Wandfarben beruhigen und bringen guten Schlummer.
• „Arbeitsutensilien“ wie Computer, Schulsachen und Co. zumindest aus dem Blickfeld entfernen. Wenn möglich sogar in einen anderen Raum!
• Zirben-Power: Wie bereits oben beschrieben, sollte man metallfreien Kinderbetten den Vorzug geben. Besonders Betten aus Zirbenholz sorgen für ein harmonisches Raumklima und gesunden Schlaf.

Ein gesundes Raumklima ist das A und O für die gesunde Entwicklung von Kindern. Damit sie sich in ihrem kleinen Reich auch wohlfühlen können, müssen Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur sinnvoll zusammenspielen. Gefährliche Schadstoffe werden am besten durch eine regelmäßige Kinderzimmerreinigung und die geschickte Auswahl von Möbeln vermieden. Spielen, Lernen und Schlafen funktioniert so gleich viel besser!

 





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